Mein Weg aus der Krise

 

Ich musste mich erst einmal wieder daran erinnern, wann ich eigentlich meine Lebenskrise hatte, weil rückblickend, nachdem ich die Krise erkannt hatte und den Mut zur Veränderung fasste, alles so leicht ging, ich die richtigen Menschen kennenlernte und mein Leben sich plötzlich viel stimmiger anfühlte.

 

Doch noch einmal zurück zur Wende./ zum Anfang

 

15 Jahre Tätigkeit als Kundenberaterin in der Finanzbranche, haben mich nach vielen gut gelebten Jahren in eine tiefe Sinnkrise gestürtzt.

Geprägt durch einen sehr geradlinigen Weg, mit Schule, Abitur, Praktikum und Studium, bin ich lange Zeit gar nicht auf die Idee gekommen, dass etwas nicht so ganz stimmig ist. Zu sehr lebte ich meine Glaubenssätze: „sei stark“, „sei perfekt“, „mach es allen Recht“, „sei beliebt“, um nur einige zu nennen.

 

Immer häufiger stellte ich mir im Beruf die Frage: „Was tue ich hier eigentlich?“.

Die Kunden, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, entschädigten mich immer noch in gewisser Weise, aber es fiel mir zunehmend schwerer, mich mit den von außen vorgegebenen Rahmenbedingungen und dem damit verbundenen Druck zu arrangieren.

Zu sehr widersprach es meinem Bild, was für mich den Sinn des Lebens ausmacht.

Im Nachhinein weiß ich, dauernde Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, manchmal Rückenschmerzen, zum Teil ein flaues Gefühl im Magen, waren Warnsignale, die ich lange Zeit gut überhört habe.

Erst durch den Kontakt mit Ayurveda, Yoga und der Naturheilkunde konnte ich das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele erkennen.

Irgendwann stand für mich fest, ich muss mich entscheiden meinen eigenen Weg zu gehen und es ist nur noch eine Zeitfrage.

Ich musste meinen vermeintlich sicheren Weg aufgeben, wenn ich wieder in meine Mitte finden wollte.

Der Tod meines Vater, zu dem ich ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis hatte, brachte 2011 weitere Sinn-und Lebensfragen auf den Tisch.

Auch ich nutzte die Möglichkeit der Beratung durch eine Lebensberaterin.

Sie half mir dabei, das Offensichtliche zu erkennen.

 

Also hieß es für mich, nimm das mit, was das Leben dir bisher an Erfahrungen geschenkt hat und sei dankbar. Brich auf in ein neues, selbstbestimmtes Arbeiten und Leben, mit allen Chancen und Risiken!

 

Was dann geschah, war eigentlich unglaublich. Es erfolgten Ausbildungen zum Geprüften Psychologischen Berater, Ayurvedatherapeuten, Yogalehrer, Seminare in Kinesiologie und in Burnout-Prophylaxe u.v.m.

Ich stellte schnell fest, in der Tätigkeit Menschen zu beraten, die ein selbstbestimmte Leben führen möchten und sich selbst erkennen wollen, hatte ich meine Bestimmung gefunden. Ich wollte das weitergeben, was mich das Leben gelehrt hatte und Menschen etwas mehr Mut und Vertrauen in ihre eigene Kraft zu schenken. 

 

Seit September 2014, darf ich nun Menschen in meiner eigenen Praxis beratend begleiten.

Ich freue mich auf jeden neuen Klienten und lerne mit ihnen jeden Tag weiter dazu.